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BÜRGERMEISTER-PRANDL-VOLKSSCHULE
(GRUNDSCHULE)
82377 PENZBERG     SÜDSTRASSE 1


Auftrag der Grundschule: (1. - 4. Klasse)

Die Grundschule hat die Aufgabe, Unterricht und Schulleben aus ihrem Erziehungsauftrag heraus zu gestalten.
Der Lehrplan räumt deshalb dem Erzieherischen Vorrang ein und stellt die Orientierung am Kind  in den Mittelpunkt. Er erstrebt grundlegende Bildung. Dabei werden Eigenart und Lebenssituation des Grundschulkindes berücksichtigt, Hilfen zur allseitigen persönlichen Entfaltung und Selbstverwirklichung gegeben und Wege zu verantwortlichem Leben und Wirken in der Gemeinschaft aufgezeigt. Sinn- und Wertorientierung sind Grundlage und Ziel von Erziehung und Unterricht. Diese richten sich im Sinne der bayerischen Verfassung am christlichen Menschenbild aus.
Anliegen der Grundschule ist es, jedem Kind Hilfen zu einer bejahenden Lebenseinstellung in einer Atmosphäre der Anerkennung, des Vertrauens und der Geborgenheit zu geben. Nur unter dieser Voraussetzung kann zu kritischem Denken und selbständigem Handeln erzogen werden.
Die Grundschule nimmt Zukunft und Gegenwart des Kindes gleichermaßen ernst.
Erziehung und Unterricht bereiten auf künftige Anforderungen vor, tragen zur Bewältigung der Gegenwartssituation bei und geben dem Recht auf Kind-sein-dürfen Raum.
Die Grundschule knüpft an die vorschulischen Erfahrungen des Kindes an und führt es behutsam und zugleich zielstrebig zu schulischem Lernen.
Sie entwickelt einen eigenen, stufenmäßigen Stil des Zusammenlebens und -arbeitens.
Bei aller Wahrung ihrer Eigenständigkeit muss sie ein solides Fundament an Wissen und Künnen für das spätere Lernen der Kinder legen; sie darf aber nicht Aufgaben weiterführender Schulen vorwegnehmen.
Die Grundschule betreut jedes Kind mit dem Ziel seiner allseitigen Förderung. Sie sucht individuelle Begabungen bestmöglich zu entfalten, bemüht sich, Rückstände aufzuholen, Schwächen zu beheben oder anderweitig anzugleichen und leitet - wenn dies nicht möglich ist - dazu an, mit ihnen zu leben.
Sie vermittelt nicht nur Grundtechniken und ein aus der Erfahrung gewonnenes Wissen; sie weckt und   stärkt auch die gestalterischen und schöpferischen Fähigkeiten, spricht das Erleben an und fördert die Ausdrucksbereitschaft. Dabei berücksichtigt sie das dem Kind dieser Altersstufe eigene, zunächst nicht nach Schulfächern gegliederte Erfahren seiner Umwelt sowie sein Ausdrucks- und Bewegungsbedürfnis.


Geschichtliches zur Grundschule:

 

Bevor es auf dem heutigen Penzberger Gemeindegebiet überhaupt eine eigene Schule gab, mussten die Kinder, je nach Ortsteil 4, verschiedene Schulen in benachbarten Ortschaften besuchen, nämlich: Antdorf, Bichl, Sindelsdorf und Iffeldorf.

1805:
Die Bauern von Nantesbuch und Promberg errichteten fast nur aus eigenen Mitteln für ihre 67 schulpflichtigen Kinder das erste Schulgebäude auf Penzberger Gemeindegebiet. Mit dem Pater Innocentius Ladurner vom Kloster Benediktbeuern gingen sie einen Vertrag ein, damit dieser ihnen den Gottesdienst und die Schule hielt.

Der Ortsteil Penzberg bestand seinerzeit nur aus 3 Bauernhöfen. Da gerade hier das Kohlevorkommen immer intensiver abgebaut wurde, stieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl "Penzbergs" erheblich.

1871:
Es erfolgte die Errichtung des Schulgebäudes auf dem Bergwerksgelände "Hinter der Sortierung" für ca. 4 300 FL, in erster Linie finanziert durch die Obb. Aktiengesellschaft für Kohlenbergbau. Es war    zunächst nur für die Bergarbeiterkinder zugänglich.

Die Schülerzahl stieg innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass der erste Lehrer - Georg Wildauer  - bald   140 Werktags- und 25 Feiertagsschüler unterrichten musste. Eine Öffnung der Schule für alle Bevölkerungsschichten erfolgte erst in einigen Jahren.

1877:
Das "Knabenschulhaus" wurde inmitten der "Kolonie Penzberg" durch das Bergwerk erbaut.            6 große Klassenräume und einige Wohnungen für die Lehrer befanden sich darin.

Die Schülerzahl wuchs bis zum Jahre 1893 auf die stattliche Zahl von 553 an. Sie wurden damals von   nur 5 Lehrkräften unterrichtet. Die Räume genügten nicht mehr.

1900:
Die Obb. Aktiengesellschaft für Kohlenbergbau entschloß sich, ein drittes Schulhaus zu bauen -    das "Mädchenschulhaus" - und zwar mit 8 Klassenräumen und mehreren Wohnungen.

In der Folgezeit, die außerdem noch das Leid zweier Weltkriege mit sich brachte, spielte    sich das Penzberger Schulleben in drei Schulhäusern ab; in Nantesbuch, im Knaben- und im Mädchenschulhaus. 
Zeiten des Hochbetriebes waren die Jahre 1910 (1048 Schüler bei 14 Lehrkräften) und 1951 (1211 Schüler bei 27 Lehrkräften).

1947:
Aus der bisherigen allgemeinen Volksschule wurde die "Evangelische Volksschule" ausgegliedert.

1950:
Die katholischen Kinder wurden entweder der "Kath. Knabenschule" oder der "Kath.Mädchenschule" zugewiesen.

1955:
Zusätzlich zu den bestehenden Konfessionsschulen wurde die "Christliche Gemeinschaftsschule" errichtet. Die Erziehungsberechtigten durften die Schulart für ihr Kind auswählen.


Die Vielzahl der Schulen und die hohe Schülerzahl machten eine räumliche Erweiterung       nötig; es ging Schlag auf Schlag.

1956:
Fertigstellung des 1. Bauabschnittes der neuen Zentralschulanlage - der Pavillonbau - mit              10 Klassenzimmern und einigen Verwaltungsräumen.

1960:
Einweihungsfeier des 2. Bauabschnittes - ein unterkellerter Hochbau mit 12 Klassenzimmern.

1961:
In den beiden neu errichteten Schulturnhallen konnte der Betrieb aufgenommen werden. Baukosten der gesamten Anlage bisher: ca. 2,18 Millionen Mark.

1967:
Der letzte Bauabschnitt der Zentralschulanlage - ein weiterer Hochbau - wurde fertiggestellt.

1967:
Im Vorjahr ging zunächst die evangelische Schule in die Gemeinschaftsschule über; nun verschmolzen Knaben- und Mädchenschule zur "Katholischen Bekenntnisschule".

1968:
Die älteste Penzberger Schule in Nantesbuch wurde aufgelöst.

1969:
Mit der Einführung der 9. Jahrgangsstufe erfolgte die bisher letzte Neuerung. In Penzberg existierten     nur noch 2 selbständige Volksschulen: Grundschule und Hauptschule.

Da zugleich eine Neubildung der Schulsprengel stattfand, schloss sich fast der Kreis der Penzberger Schulgeschichte. Es besuchten ab diesem Zeitpunkt Schüler der umliegenden Ortschaften Sindelsdorf,    zum Teil aus Antdorf, Iffeldorf, ja sogar aus Seeshaupt die Penzberger Volksschulen.

1977:
Namensänderung der Penzberger Volksschulen:

"BÜRGERMEISTER-PRANDL-VOLKSSCHULE" Grundschule, bzw. Hauptschule.

1984:
Der notwendige Um- und Erweiterungsbau an der Bürgermeister-Prandl-Volksschule wird eingeweiht.     Die Baukosten belaufen sich auf etwa 8 Millionen Mark.

1994:
Baubeginn einer weiteren Grundschule in Penzberg, da mit über 700 Schülern die Bürgermeister-Prandl-Grundschule aus allen Nähten platzt.

1996:
Die neue Grundschule

VOLKSSCHULE PENZBERG, AN DER BIRKENSTRASSE
(GRUNDSCHULE)
82377 PENZBERG       BIRKENSTRASSE 9

nimmt unter eigenständiger Leitung ihren Betrieb auf.

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